Plastikvermeidung im Alltag: Wie kleine Schritte Großes bewirken können
Verdammt noch mal, es ist wirklich überall, oder? Das Mikroplastik. Jeder von uns trägt tagtäglich dazu bei, bewusst oder unbewusst. Nehmen wir die alltägliche Wäsche: Jedes Mal, wenn wir Kleidung waschen, die Kunstfasern enthält, lösen sich winzige Fasern, die direkt ins Abwasser und damit in unsere Flüsse, Seen und schließlich in die Ozeane gelangen. Dort schaden sie nicht nur der Umwelt, sondern gelangen auch in die Nahrungskette und letztlich in unsere Körper.
Zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen, die helfen, den Plastikverbrauch zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten. Bei Pack & Smooch haben wir uns bewusst gegen Plastik entschieden und setzen auf natürliche Materialien. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie auch du im Alltag Plastik vermeiden kannst.
Warum Plastik ein Problem ist
Plastik mag praktisch und günstig sein, doch die Umwelt zahlt einen hohen Preis. Jährlich gelangen Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane, wo sie Meereslebewesen gefährden und Ökosysteme zerstören. Da Plastik nur sehr langsam abgebaut wird, verbleibt es oft Jahrhunderte in der Natur. Zudem setzt die Herstellung schädliche Chemikalien frei. Besonders Mikroplastik, das durch den Zerfall größerer Teile entsteht, stellt eine wachsende Gefahr dar, weil es in die Nahrungskette gelangt.
„Jede Waschmaschine, die Kleidung mit Kunstfasern wäscht, trägt dazu bei. Kleinste Fasern lösen sich und landen im Meer, und letztlich in unserem Essen. Das muss uns allen klar werden!" – Matthias Burkert, Geschäftsführer von Pack & Smooch.
Plastik im Alltag vermeiden: sechs Wege
1. Wiederverwendbare Einkaufstaschen. Verzichte auf Einwegtüten und greife zu Stoffbeuteln oder Körben. Sie sind langlebig und immer wieder verwendbar.
2. Glas- oder Edelstahlflaschen. Einweg-Plastikflaschen sind nicht nur umweltschädlich, sondern auch teuer. Eine wiederverwendbare Flasche spart Müll und hält Wasser länger frisch.
3. Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie. Um Lebensmittel abzudecken, sind Bienenwachstücher eine gute Alternative zu Plastikfolie. Nachhaltig und wiederverwendbar.
4. Verpackungsfreie Läden. Immer mehr Unverpackt-Läden bieten Lebensmittel und Haushaltsprodukte ohne Plastikverpackung an. Eigene Behälter mitbringen, unnötigen Müll vermeiden.
5. Naturfasern statt Kunstfasern. Bei Kleidung, Taschen und Accessoires lohnt es sich, auf natürliche Materialien wie Baumwolle, Wolle oder Wollfilz zu setzen. Kunstfasern basieren oft auf Plastik und setzen bei der Wäsche Mikroplastik frei.
Achtung, hier wird oft getäuscht: Filz ist in der Regel aus Plastik. Wer echten Filz anbietet, nennt ihn auch Wollfilz oder beschreibt, dass er aus Naturmaterial besteht. Der Preis ist ein klares Kriterium: Ein echtes Naturmaterial wie Merino-Wollfilz kann nicht zum Ramschpreis angeboten werden. Spätestens die Textilkennzeichnung am Produkt zeigt, um welches Material es sich handelt.
6. Seifen und Shampoobars. Flüssigseifen kommen oft in Plastikflaschen. Feste Seifenstücke und Shampoobars gibt es in Papier oder ganz ohne Verpackung.
Unsere Philosophie: Nachhaltigkeit ohne Plastik
Bei Pack & Smooch haben wir uns bewusst für eine plastikfreie Produktion entschieden. Unsere Produkte entstehen aus mulesingfreiem Merino-Wollfilz und pflanzlich gegerbtem Leder aus der Toskana. Diese Materialien sind langlebig und umweltfreundlich. Auch bei der Verpackung setzen wir auf recycelbare und biologisch abbaubare Alternativen.
„Wir wollten von Anfang an ein Statement setzen, nicht nur mit unseren Produkten, sondern mit unserer gesamten Produktionsweise. Plastik ist für uns keine Option. Es gibt immer eine Alternative, wenn man wirklich will." – Matthias Burkert, Gründer von Pack & Smooch.
Aber was ist mit den Ausnahmen?
Wir sind ehrlich: Noch sind wir nicht perfekt. Derzeit verwenden wir bei einigen Produkten Metallknöpfe und recyceltes Garn. Auch hier suchen wir kontinuierlich nach besseren Alternativen. Echte Nachhaltigkeit ist ein Weg, kein Zustand.
Was du tun kannst
Jeder kann aktiv etwas gegen den Plastikverbrauch tun. Indem du dich bewusst für plastikfreie Alternativen entscheidest, treibst du den Wandel mit voran.
Wenn du dir ansehen willst, wie das bei einem konkreten Produkt aussieht: Unsere MacBook Hüllen und Taschen und iPad Hüllen kommen ohne Neopren, ohne Kunstleder und ohne Plastikverpackung. Warum wir 2015 mit unserer Wolle im Museum für Kunst und Gewerbe standen, steht in einem eigenen Beitrag.




